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Anette Martin - Bürgermeisterkandidatin der SPD für Eching, Dietersheim, Günzenhausen, Ottenburg und Deutenhausen

Anette Martin - Bürgermeisterkandidatin der SPD für Eching, Dietersheim, Günzenhausen, Ottenburg und Deutenhausen

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Gemeinsam die Chance für den Wechsel nützen!

Ökologische Energiepolitik ist möglich

Die Energiepolitik gehört auch und gerade im kommunalen Handeln zu einer der vordringlichsten Aufgaben um die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder zu sichern.

Schon aus rein wirtschaftlichen Gründen steht die Energieeinsparung ganz oben auf der Prioritätenliste. Die Überlegung Solaranlagen auf geeigneten gemeindlichen Dächern zu installieren, eine Bürgersolargesellschaft zu gründen, Flächen für Photovoltaikanlagen auszuweisen und einen Energieberater zur Erstberatung im Rathaus anzubieten sind wichtig und richtig. Doch dabei können und dürfen wir es nicht belassen!

Wir müssen die Abhängigkeit von den wenigen großen Energiekonzernen eindämmen! Wir müssen Strukturen verändern, um nachhaltig regenerative Energien zum Tragen kommen zu lassen!

Das Jahr 2014 bietet uns eine große Möglichkeit: Der Konzessionsvertrag für das Stromnetz läuft aus. Viele Kommunen vor uns haben bereits diese Chance ergriffen, und das Versorgungsnetz wieder in kommunale Hand genommen – zum Vorteil für die Bürger, die Kommune und dem Klimaschutz. Es ist dringend notwendig, dass wir jetzt die Möglichkeiten ausloten Netzbetreiber zu werden, dass wir jetzt nach einem Fachpartner auf Augenhöhe suchen, der mit uns zusammen diesen Weg geht.

Die Übernahme des Stromnetzes ist in der Regel nur der erste Schritt von vielen. Dadurch wird die Kommune zunächst nur der Energietransporteur. Mittel- und langfristig ist es das Ziel die Produkt- und Dienstleistungsangebote je nach Möglichkeiten auszuweiten. Dies muss auf der Basis eines nachhaltigen Energiekonzeptes für das Gemeindegebiet erfolgen. So lassen sich strategische Ziele wie der Klimaschutz realisieren.

Ändern wir die Strukturen nicht und definieren wir nicht, welche Energiezukunft wir wollen, dann bekommen wir letztendlich nur die Energie bereitgestellt, die den Lieferanten aus ihren eigenen unternehmerischen Vorteilen heraus für richtig erscheint. Mit einer kommunalen Energieversorgung bestimmen Sie als Strombezieher über Ihre Gemeinde selbst, wo und wie der Strom erzeugt wird, den Sie verbrauchen, also auch darüber, wie umweltfreundlich Ihr Strom hergestellt wird.

Selbstverständlich muss das Engagement der Gemeinde im Energiebereich wirtschaftlich sein, d.h. es dürfen keine dauerhaften Belastungen oder unkalkulierbaren Risiken für den Gemeindehaushalt entstehen. Blickt man jedoch auf Kommunen, die den Schritt der Kommunalisierung schon gewagt haben, so sieht man durchwegs finanzielle Erfolge für den Gemeindesäckel. Mit einer kommunalen Energieversorgung bleiben die Gewinne, die sonst an große Stromkonzerne gehen in der Gemeinde.

Und es besteht auch eine reelle Chance, dass die Strompreise günstiger werden als die der großen Energieunternehmen.

Weitere Pluspunkten sprechen für die Überlegung der Netzübernahme und weiterer kommunaler Betätigung im Energiesektor: Die wirtschaftliche Wertschöpfung findet vermehrt in der Region statt, denn – so besagen die Statistiken – 80 Prozent der Projektaufträge werden an regionale Unternehmen vergeben. Arbeitsplätze werden gesichert und zum Teil auch neu geschaffen. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise ist dies ein entscheidender Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilisierung. Kommunalwirtschaftliche Unternehmen weisen zudem eine hohe Ausbildungsquote auf.

Es kann stärker darauf geachtet werden, vorteilhafte Standortbedingungen für wirtschaftliche Akteure zu schaffen. Dies kann im Wettbewerb der Gemeinden um gewerbliche Ansiedlung der ausschlaggebende Punkt sein.

Uns bietet sich eine große Chance. Nutzen wir sie! Für uns und die nachfolgenden Generationen!

Gemeinsam die Chance für den Wechsel nützen!
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